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Kleingewässer im Fokus: Umfangreiche Erhebungen in drei Bundesländern

Im Rahmen des MonViA-Projekts wurden kürzlich umfangreiche Freilandarbeiten erfolgreich durchgeführt: Insgesamt 100 neue Kleingewässer konnten in drei Bundesländern beprobt werden.

Blick von oben auf ein Kleingewässer im frisch geeggten Feld
© Stefan Lorenz

Die Auswahl der Untersuchungsstandorte deckt dabei gezielt vier unterschiedliche Agrarraumtypen ab und ermöglicht so einen differenzierten Blick auf verschiedene landwirtschaftliche Nutzungskontexte.

Im Mittelpunkt der Erhebungen steht die umfassende Analyse von Belastungen und deren Auswirkungen auf die Biodiversität. Hierzu wurden Wasser- und Sedimentproben entnommen, um Pflanzenschutzmittel, Tierarzneimittel, Schwermetalle sowie Nährstoffe zu untersuchen. Ergänzend wird die Belastung von Organismen und der Gewässervegetation mit Pflanzenschutzmitteln erfasst, um mögliche direkte Einträge und deren ökologische Relevanz besser zu verstehen.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Einsatz moderner molekularer Methoden: Mittels Umwelt-DNA (eDNA) werden Artengemeinschaften erfasst, wobei ein besonderer Fokus auf aquatischen und terrestrischen Insekten liegt. Diese innovativen Verfahren ermöglichen es, auch schwer nachweisbare oder seltene Arten in die Analyse einzubeziehen.

Parallel dazu erfolgt die klassische biologische Bewertung durch die Erhebung des Makrozoobenthos, das als bewährter Indikator für den ökologischen Zustand von Gewässern gilt. Die Kombination aus chemischen Analysen, biologischen Erhebungen und molekularen Methoden liefert eine einzigartige Datengrundlage, um Zusammenhänge zwischen landwirtschaftlicher Nutzung, Stoffeinträgen und biologischer Vielfalt in Kleingewässern systematisch zu untersuchen.

Mit diesen neuen Datensätzen leistet das Projekt einen wichtigen Beitrag zum bundesweiten Biodiversitätsmonitoring in Agrarlandschaften und schafft die Grundlage für fundierte Bewertungen und zukünftige Maßnahmen zum Schutz von Kleingewässern in Agrarlandschaften.

Weitere Informationen zum Kleingewässermonitoring von MonViA gibt es hier.