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Hummel-Challenge 2026: Hohe Beteiligung trotz Hitzewelle

Die Ergebnisse der Hummel-Challenge 2026 des Widlbienen-Moduls von MonViA liegen vor.

Links: die drei häufigsten Arten bzw. Artengruppen bei der Hummel-Challenge im Sommer 2026; rechts: die räumliche Verteilung der Meldungen aus der Hummel-Challenge im Sommer 2026, dargestellt als Heatmap. Je dunkler der Grünton ist, desto mehr Meldungen sind an dem Ort im Zeitraum der Challenge eingegangen.

Die diesjährige Sommerausgabe der Hummel-Challenge fand während der ersten großen Hitzewelle des Jahres statt. Trotz neuer Hitzerekorde in Deutschland beteiligten sich bundesweit rund 6.000 Menschen an der Mitmachaktion des Thünen-Instituts in Zusammenarbeit mit dem BUND Naturschutz in Bayern e. V. Insgesamt wurden knapp 32.000 Hummelbeobachtungen von 24 verschiedenen Arten und Artengruppen über die Biodiversitätsplattform Observation gemeldet. Neben den häufigen Arten gingen auch zahlreiche Nachweise seltener Hummeln ein, darunter Glockenblumenhummel (Bombus soroeensis), Mooshummel (Bombus muscorum) und die Heidehummel (Bombus jonellus). Erstmals konnte zudem die Grauweiße Hummel (Bombus mucidus) nachgewiesen werden – eine seltene Art, die ausschließlich im Alpenraum vorkommt.

Bei den häufigsten Arten bestätigte sich das Bild der vergangenen Jahre: Die Gruppe der Erdhummeln (Bombus sensu stricto) belegte erneut den ersten Platz, gefolgt von der Ackerhummel (Bombus pascuorum) und der Steinhummel (Bombus lapidarius). Auffällig war insbesondere die Steinhummel, die im Vergleich zu den Vorjahren deutlich häufiger gemeldet wurde. Dazu passt, dass auch die seltene Felsen-Kuckuckshummel (Bombus rupestris) mehrfach nachgewiesen werden konnte. Als Brutparasit legt sie ihre Eier überwiegend in Nester der Steinhummel und ist für ihre Fortpflanzung auf diese Wirtsart angewiesen.

Die Hummel-Challenge findet zweimal jährlich statt: im Frühjahr vom 20. März bis 9. April und im Sommer vom 20. Juni bis 3. Juli. Ziel der Mitmachaktion ist es, Daten zur Verbreitung und zur relativen Häufigkeit heimischer Hummelarten zu sammeln und gleichzeitig das Interesse an Wildbienen zu fördern. Die Hummel-Challenge wurde 2022 als ein Modul des Wildbienen-Monitorings in Agrarlandschaften am Thünen-Institut für Biodiversität ins Leben gerufen. Weitere Infos sind auf der Projektseite zu finden: https://wildbienen.thuenen.de/hummel-challenge

Ansprechpartnerin:
Dr. Sophie Ogan 
Stabsstelle Klima, Boden, Biodiversität des Thünen-Instituts
Kontakt: +49 (0)531 2570 2048; sophie.ogan@thuenen.de