Struktur MonViA

Die Grundstruktur des Monitorings besteht aus dem nationalen Trendmonitoring und einem vertiefenden Monitoring zu agrarräumlichen und regionalen Fragestellungen. Mit Hilfe eines integrativen Monitoringansatzes werden Citizen Science-basierte Monitoringansätze in die Grundstruktur integriert.

Monitoringstruktur

Quelle: IBV/Schröder

Für die Entwicklung eines bundesweiten Biodiversitätsmonitorings in Agrarlandschaften, hat MonViA das Ziel nationale Indikatoren für die Landwirtschaft zu entwickeln, die das bestehende Indikatorenset ergänzen. Diese sollen Veränderungen der biologischen Vielfalt erfassen sowie eine Bewertung von agrarumweltpolitischen Maßnahmen ermöglichen.

Aussagen zum Zustand und zur Entwicklung der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften sollen mithilfe eines klassischen Trendmonitorings (> 10 Jahre) und eines adaptiven Monitoringansatzes, dem Vertiefenden Monitoring zu (agrarraum-) spezifischen Fragestellungen getätigt werden (z. B. Bewertung von AUKMs). Für das vertiefende Monitoring sollen ebenfalls Methoden entwickelt und getestet werden, die auf nationaler Ebene sowie in verschiedenen Agrarräumen angewendet werden können.

Über gemeinsame Datenauswertungen aus bestehenden Monitoringprogrammen (DDA & UfZ) werden Schnittstellen für eine zukünftige Zusammenarbeit identifiziert. Im Vordergrund steht dabei der sogenannte integrative Monitoringansatz, um Trendaussagen zu verstärken. Mit der Anwendung des integrativen Monitoringansatzes werden Citizen Science-basierte Monitoringansätze in das generelle Trendmonitoring und das Vertiefende Monitoring integriert.

Für die Entwicklung des MonViA Biodiversitätsmonitorings wurde eine Unterteilung in folgende Indikatorengruppen vorgenommen, die von Bedeutung für Agrarökosysteme sind:

  • Lebensraumvielfalt in Agrarlandschaften
  • Insekten in Agrarlandschaften
  • Vielfalt von Bodenmikroorganismen und Regenwürmern in landwirtschaftlichen Böden
  • Relevante Organismengruppen für Agrarökosysteme

Das Monitoring umfasst neben der Vielfalt von Agrarlandschaften und der Qualität von Agrarlebensräumen und landwirtschaftlich genutzten Böden verschiedene Organismengruppen, mit einem Schwerpunkt auf Insekten und von diesen erbrachten Ökosystemleistungen. Insbesondere sollen zur Ermittlung der ökologischen Leistungsfähigkeit von Produktionssystemen blütenbesuchende Insekten und ihre Bestäubungsleistungen, Schädlinge und Nützlinge sowie funktionelle Gemeinschaften der Bodenbiota untersucht werden.