Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite
Zur Quantifizierung von Landschaftsmustern und -strukturen dienen sogenannte Landschaftsstrukturmaße. Diese können räumliche Informationen über eine bestimmte Landbedeckungsklasse, wie z. B. Ackerland, liefern oder die gesamte Landschaft als Mosaik von Landbedeckungsklassen charakterisieren. Zudem können sie Veränderungen in der Landbedeckung über zeitliche Skalen quantifizieren. Die Landschaftsstrukturmaße beschreiben sowohl das Vorkommen (Landschaftskomposition) als auch die räumliche Anordnung (Landschaftskonfiguration) der verschiedenen Landbedeckungsklassen. Durch eine größere Anzahl von Landbedeckungsklassen erhöht sich die kompositionelle Heterogenität, während die konfigurative Heterogenität durch die Komplexität der räumlichen Muster zunimmt.
Beide Komponenten der Landschaftsheterogenität (Komposition und Konfiguration) sind für die Beschreibung von Interaktionen zwischen floristischer / faunistischer Vielfalt und Landschaftsvielfalt relevant. Während die (Landschafts-) Komposition eher als ein Indikator für die taxonomische Diversität (z. B. von Schmetterlingen oder Wildbienen) fungiert, ist die Konfiguration ein Zeiger für Artengemeinschaften, die seltene bzw. gefährdete Arten enthalten. Als spezifische Maßzahlen können die Landschaftsstrukturmaße die Landschaftsvielfalt in einem spezifischen Wert pro Bezugseinheit zusammenfassen. Diese können untereinander verglichen werden und mit ökologischen Prozessen in Beziehung gesetzt und so als Biodiversitätsindikatoren – über die Agrarlandschaft hinaus - interpretiert werden. Die Indikatoren zur Landschaftsvielfalt basieren auf den Daten des ATKIS Basis-DLM und den aufgelisteten Landbedeckungsklassen (Level 2, siehe „Basis der Erhebung “).