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Die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen ist neben der wirtschaftlichen Bedeutung von Bienenprodukten die herausragendste Leistung der Honigbiene und unverzichtbar für eine effiziente agrarwirtschaftliche Produktion. Aufgrund der jahrhundertelangen Erfahrung in Haltung und Pflege ist die Honigbiene im Gegensatz zu vielen anderen relevanten Bestäubern in großer Volksstärke leicht zu managen und als Generalist vielseitig als Bestäuber einsetzbar. Ein Monitoring der Honigbienenpopulation ist für den Erhalt dieses essentiellen Elements der Agrarwirtschaft unerlässlich. In diesem Modul werden die Bedeutung der Agrarlandschaft und der Einfluss und die Effektivität von Fördermaßnahmen auf Honigbienen untersucht. Bereits etablierte Monitoringprojekte sollen integriert werden. Das Modul umfasst eine bundesweit repräsentative Erfassung von Indikatoren der Honigbienenvitalität: Demographie, Leistung, Gesundheit und die Nahrungsnutzung der Honigbiene. Hierzu werden neben historischen Aufzeichnungen und Daten aus konventionellen Methoden (z. B. Populationsschätzungen, Pollenanalysen) auch bundesweit hochaufgelöste Messdaten mittels etablierter Technik (z. B. Daten aus digitalen Stockwaagen, Fernerkundung) und zum Teil in Entwicklung befindlicher Messgeräte (z. B. digitale Flugbienenzähler) erhoben und mit weiteren Daten (z.B. Landschaftsdaten aus der Fernerkundung) integriert. Die so erzeugten Datensätze sollen mittels state-of-the-art Methoden von räumlich-zeitlichen Analysen stetig aktualisiert und zur Vorhersage von Parametern und Modellierung genutzt werden, um ein umfassendes Bild von historischen sowie aktuellen Entwicklungen und Trends geben zu können.