Hier beginnt der Hauptinhalt dieser Seite

Biodiversität der Kleingewässer (Gewässerinsekten) Organismenvielfalt

Kleingewässer - Hotspots der Artenvielfalt

© M. König, JKI-ÖPV

Kleingewässer in Agrarlandschaften sind durch den Eintrag von Pflanzenschutz- und Düngemitteln sowie der Veränderung und Zerstörung von Lebensräumen bedroht, was zu Veränderungen und Schädigungen der Gewässerfauna führt. Gleichzeitig sind Kleingewässer vielseitige Lebensräume, die im Vergleich zu anderen Gewässerökosystemen, wie beispielsweise Seen, Flüssen oder Bächen, die höchste Artenvielfalt und den höchsten Anteil gefährdeter Arten auf Landschaftsebene beherbergen. Als Trittsteinbiotope spielen sie außerdem eine wichtige Rolle für die Ausbreitung von Arten und tragen zur Habitatvielfalt und Heterogenität der Landschaft bei. Für ein repräsentatives, bundesweites Monitoring der Biodiversität von Kleingewässern werden mindestens 80 Gewässer pro Kleingewässer-Typ beprobt. Diese sollen zwischen 0,15 ha und 1,0 ha groß sein und in einem Puffer von 500 m von mindestens 90 % landwirtschaftlich genutzter Fläche umgeben sein. Um eine höchstmögliche Repräsentativität zu erlangen, wird die Anzahl der untersuchten Gewässer dabei proportional zu ihrer tatsächlichen Häufigkeit auf die vertretenen Agrarräume sowie Bundesländer aufgeteilt.