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Submodul Hummel-Monitoring Wildbienen

Hummel fliegt auf Natternkopf

Unter den Wildbienen Deutschlands nehmen Hummeln eine Sonderstellung ein, da sie nicht wie die meisten andern Wildbienenarten solitär leben, sondern soziale Staaten bilden. Damit diese Staaten ausreichend versorgt werden, sammeln Hummeln besonders effektiv Nahrungsressourcen, wodurch sie gleichzeitig wesentlich an der Bestäubung vieler Wild- und Nutzpflanzen beteiligt sind. Einige Gemüsesorten und Gründüngerpflanzen werden überwiegend oder gar ausschließlich von Hummeln bestäubt, während bei Obstsorten die Ertragsquantität und -qualität durch Hummelbestäubung gesteigert werden kann. Auf diese Weise tragen Hummeln nicht nur zum Erhalt der Biodiversität bei, sondern spielen auch eine wesentliche Rolle in der Ernährungssicherheit des Menschen. 

Im Submodul „Hummel-Monitoring“ werden in den 3 x 3 km² großen Flächen der bundesweiten Stichprobe des Wildbienen-Monitorings 500 m lange Transekte festgelegt, die entlang von Grenzlinien, wie Feldwege oder Hecken, verlaufen. Ehrenamtliche erfassen einmal monatlich von März bis Oktober durch eine ressourcenorientierte Begehung der Transekte alle Hummeln. Diese werden dafür gefangen, fotografiert, dokumentiert und abschließend wieder frei gelassen. Auf diese Weise wird eine bestandsschonende Erfassung der Hummeln gewährleistet. 

Seit 2022 haben bereits mehr als 130 Ehrenamtliche auf fast 100 über ganz Deutschland verteilten Transekte wertvolle Daten zur Verbreitung und Häufigkeit von Hummeln gesammelt. Aus dieser Datengrundlage werden Indikatoren zur Diversität, darunter Artenreichtum, Simpson-Index und Evenness, sowie zur Abundanz berechnet.