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Über das Farbschalenmonitoring werden Zustand und Trends zu Bienengemeinschaften in der Agrarlandschaft Deutschlands ermittelt. Heimische Bienengemeinschaften umfassen zahlreiche Arten der Wildbienen. Zugleich sind auch die hierzulande von Imkern betreuten Honigbienen ein integraler Bestandteil davon und erbringen einen erheblichen Anteil der Bestäubungsleistung. Während Erfassungen mit Nisthilfen und auf einzelne Bienengruppen fokussierte Ansätze nur einen sehr kleinen Teil der Wildbienengemeinschaft berücksichtigen, ermöglicht das Farbschalenmonitoring die standardisierte Beprobung der gesamten Bienengemeinschaft. Darüber hinaus ist es mit Farbschalen möglich, viele Standorte nahezu zeitgleich und mit gleicher Intensität zu beproben. Das ist besonders wichtig, weil sich die Aktivität der Bienen sowohl mit dem Jahresverlauf, als auch deutlich kurzfristiger, z.B. witterungsabhängig, sehr stark verändert. Reproduzierbare und vergleichbare Erhebungen über mehrere Jahre und verschiedene Standorte sind daher eine grundlegende Voraussetzung für die Ableitung belastbarer Trends in Bienengemeinschaften. Entsprechend sind Farbschalen im Bienenmonitoring in der EU und in Nordamerika etabliert. Die Stichprobenkulisse dieses Moduls orientiert sich am HNV-Farmland und Ökosystem-Monitoring. Das Farbschalenmonitoring umfasst die Indikatoren Diversität, Abundanz und Biomasse der Bienen, sowie Gesamtbiomasse. Über DNA-Metabarcoding wird auch der Beifang ausgewertet, der sich v.a. aus blütenbesuchenden Insekten zusammensetzt. Synergien mit anderen MonViA-Modulen können umfangreichere Auswertungen und klarere Handlungsempfehlungen bezüglich Landnutzung und agrarpolitischer Steuerinstrumente ermöglichen.