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Der Simpson-Index berücksichtigt zusätzlich zum Artenreichtum auch die relative Häufigkeit der Arten und reagiert damit auf Dominanzeffekte. Dies erhöht seine ökologische Aussagekraft, da strukturelle Veränderungen in den Gemeinschaften hohlraumnistender Wildbienen erfasst werden, die für Stabilität und Funktionalität von Agrarökosystemen relevant sind. Der Simpson-Index beschreibt die Wahrscheinlichkeit, dass zwei zufällig ausgewählte Individuen einer Stichprobe derselben Wildbienenart angehören. Wird auf einer Untersuchungsfläche nur eine Art nachgewiesen, ergibt sich für den Simpson-Index ein Wert von 0, während sich bei einer gleichmäßigen Verteilung der Individuenzahl auf verschiedene Arten ein Wert von 1 ergibt. Als Datengrundlage wird die fototaxonomische Auswertung der abgeschlossenen Brutzellen in den Nisthilfen im Monat September genutzt. Der Subindikator gibt den mittleren Wert des Simpson-Index je LUCAS-Fläche mit mindestens vier Nisthilfepaaren an. Als Maß für die Häufigkeit dient die Anzahl der Brutzellen, die pro Art in den Nisthilfen erfasst werden. Brutzellen sind von Wildbienen angelegte, mit Pollen und Nektar gefüllte Kammern, in denen sich ein Individuum vom Ei bis zum ausgewachsenen Insekt entwickelt.
Letzte Aktualisierung: 2025 - auf der Basis: Indikatorensheet v2024_2
Zeitliche Abdeckung: 3 Jahre (2022-2024)
Räumliche Abdeckung: bundesweit