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Nutzungsintensität Lebensraumvielfalt

© Andrea Ackermann

Die Intensität der Landnutzung wirkt unmittelbar auf die biologische Vielfalt. Bei der in Deutschland vorherrschenden Landnutzungsintensität beeinflussen insbesondere extensive Bewirtschaftungsformen die Biodiversität meist positiv. Allerdings verläuft die Beziehung zwischen lokaler Nutzungsintensität und Biodiversität entlang unterschiedlicher Gradienten und wird zusätzlich durch weitere landschafts- und nutzungsbezogene Faktoren beeinflusst. So ist etwa der positive Effekt einer Extensivierung im Ackerbau in sehr strukturarmen Landschaften deutlich ausgeprägter als in strukturell komplexen Gebieten, die meist ohnehin eine höhere Artenvielfalt aufweisen. 

Im Grünland hingegen besteht kein ausgeprägter Zusammenhang zwischen Biodiversität und Landschaftskomplexität. Ursache hierfür ist, dass kleinräumige Unterschiede in der Nutzungsintensität des Grünlands bzw. das lokale Niveau der Intensität einen stärkeren Einfluss auf die Biodiversität haben im Vergleich zu den Eigenschaften der umliegenden Landschaft. 

Das Modul Nutzungsintensität beschreibt im Rahmen des Landnutzungsmonitorings in MonViA die lokale, d. h. auf eine Fläche bezogene Intensität der Bewirtschaftung und deren regionale Verteilung. Aufgrund der unterschiedlichen Bewirtschaftung sowie der methodischen Ansätze der Satellitendatenauswertung und der zu Grunde liegenden satellitenbasierten Biodiversitätsvariablen erfolgt die Berichterstattung getrennt für Ackerland und Grünland.