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MonViA Indikatorenbericht 2024 Jetzt neu!

Biologische Vielfalt in Agrarlandschaft messen - jetzt wird es konkret mithilfe von 41 speziell entwickelten Indikatoren für die Agrarlandschaft und weiteren spannenden Ergebnissen aus MonViA.

Biodiversität und Landwirtschaft – wie Daten dabei helfen können beides zu fördern

Mithilfe des neu veröffentlichten Indikatorenberichts, für ein bundesweites Monitoring der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften (MonViA), schafft das Verbundprojekt die dafür notwendigen Voraussetzungen. Auf Basis des auf den Agrarraum zugeschnittenen Biodiversitätsmonitorings und der damit aufzubauenden, soliden Datengrundlage können in Zukunft sinnvolle Handlungs- bzw. Förderungsmaßnahmen entwickelt werden.

Inhalte des Indikatorenberichts

© K. Klein, BLE

Kernstück des Berichts sind unter anderem 41 Indikatoren, die sich eignen um die biologische Vielfalt in Agrarlandschaften messen zu können. Von der Landnutzung (auch Intensität und Struktur) über Ackerunkräuter, Bestäuber, Nützlinge, Schadinsekten, Boden- und Gewässerorganismen bis hin zur genetischen Vielfalt – das vorgeschlagene Indikatoren-Set umfasst die drei Ebenen der Biodiversität:

- Lebensraumvielfalt,
- Organismenvielfalt und
​​​​​​​- genetische Vielfalt.

Vervollständigt wird der Bericht durch weitere Bausteine der Biodiversitätsforschung. Darunter fällt die Prüfung von innovativen und bestandsschonenden Erfassungsmethoden, wie die von automatisierten Kamerafallen, sowie die gemeinsame Auswertung von Daten aus dem Naturschutz und der Landwirtschaft, oder das Erproben weiterer Monitoringansätze. Beim Citizen Science Ansatz etwa, wird Akteurinnen und Akteuren des ländlichen Raumes und der interessierten Bürgerschaft die Möglichkeit geboten, sich aktiv in das Monitoring einzubringen. Denn neben der Ausgestaltung der Agrarpolitik spielt ebenso das Bewusstsein der Öffentlichkeit eine erhebliche Rolle für den Erhalt der biologischen Vielfalt.

Dokument zum runterladen: MonViA Indikatorenbericht 2024

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Dokumentenbeschreibung:
Indikatorenset zur Messung der biologischen Vielfalt in Agrarlandschaften und Ergebnisse der Machbarkeitsstudien, Methodenentwicklungen und Kooperationsprojekte.

Interessenskonflikt oder wechselseitige Unterstützung?

Die Sicherung der landwirtschaftlichen Produktion und der nachhaltige Schutz der Biodiversität stehen häufig im Interessenskonflikt. Die Agrarwirtschaft und der Naturschutz müssen jedoch nicht in Konkurrenz zueinanderstehen. Ganz im Gegenteil – sie sind aufeinander angewiesen. Eine hohe Arten- und Strukturvielfalt in der Agrarlandschaft hat nicht nur ein Wert an sich, sondern wirkt sich auch positiv auf Ökosystemdienstleistungen aus. So sichern Bestäuber die Ernten und sind damit von elementarer Bedeutung für die Nahrungsmittelversorgung. Die Förderung weiterer nützlicher Insekten durch eine hohe Vielfalt von Wildkräutern in Ackerkulturen und angrenzenden Strukturen ermöglicht darüber hinaus, dass Nützlinge auf natürlichem Wege Schädlinge reduzieren. Ebenso fördert eine schonende Bodenbearbeitung den Artenreichtum von Agrarböden und steigert seine Fruchtbarkeit.

Zusammenfassend gilt, die Biodiversität der Agrarlandschaft nachhaltig zu nutzen und zu schützen und dabei die Potenziale für einen natürlichen Klimaschutz und eine zukunftsfähige Produktion von Lebensmitteln zu unterstützen.